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Wort zum Monat

Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen zum Fürsprecher geben, der für immer bei euch bleiben soll: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht erkennt; ihr erkennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird." Johannes 14,16-17 (Züricher Übersetzung)


Liebe Gemeinde, liebe Freunde,
das Pfingstfest steht nun vor uns. Im Gegensatz zu Weihnachten und Ostern ist es recht still um dieses Fest in unserer westlichen Kultur geworden. Das ist nicht verwunderlich! Im Johannesevangelium spricht Jesus davon, dass die „Welt“ (gemeint sind Menschen, die Gott nicht wirklich kennen), den Heiligen Geist weder „sieht“ noch „erkennt“. Wie soll man jemanden feiern, den man gar nicht kennt?

Ganz anders war es bei den Jüngern Jesu. Sie kannten ihn, denn er war bereits „bei“ ihnen. Sie haben alle diese vielen Wunder erlebt, die der Heilige Geist die ganze Zeit, die sie mit Jesus zusammen waren, gewirkt hat. An der Seite Jesu hatten sie Dinge „gesehen“ und „erkannt“, von denen sie vorher nicht einmal ahnten, dass es sie überhaupt gibt. Mit den oben zitierten Worten deutet Jesus seinen Jüngern aber an, dass alles das, was sie bis dahin mit dem Heiligen Geist erlebt haben, nur der Anfang war. Bislang war „der andere Fürsprecher“ - man kann dieses Wort auch als „Helfer“ oder „Unterstützer“ übersetzen - nur „bei“ ihnen. Es sollte noch viel intensiver werden, wenn er „in ihnen drin“ sein würde - was wenige Tage später auch passierte. Es hat sie und die Welt um sie herum komplett verändert.

Was den größten Unterschied zwischen den Menschen, die zu Jesus gehören und den übrigen, die Jesus hier mit „die Welt“ bezeichnet, ausmacht, ist die ständige Gegenwart des Heiligen Geistes und zwar „in ihnen drin“. Dieser Unterschied besteht nicht darin, dass sie eine Art „bessere“ Menschen sind. Den Unterschied macht der Unterstützer aus, der ihnen hilft, es besser zu machen. Gehörst du zu denjenigen, die diesen wunderbaren Unterstützer noch „nicht kennen“, dann erwarten dich spannende Dinge, wenn du dich auf ihn einlässt. Gehörst du zu denjenigen, die „ihn kennen“, dann beziehe ihn in alles, was du tust, ein. Ohne seine Hilfe schaffst du es nicht, den Unterschied zu machen!
In diesem Sinne: Frohe Pfingsten!
euer Heinrich Zelmer